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Anwenderbericht  | Dübendorf, Switzerland  | 01 März 2016

Rigottis Welt

Die Neon-Lichtdesign Rigotti AG in Dübendorf war die erste Schweizer Anwenderin der Agfa: Anapurna M3200i RTR. Die Firma im Besitz von Maurice Rigotti ist ein Werbetechnikerunternehmen, wie es im Buche steht. Es gibt praktisch nichts, was nicht in irgendeiner Form verarbeiten werden kann.

Auf der Suche nach einem leistungsfähigen Rollen-Drucksystem entschied man sich für eine Anapurna M3200i RTR. Die Maschine wurde vor über einem Jahr in Betrieb genommen, dies als erster Anwender in der Schweiz.

In Dübendorf, unweit des alten Militärflugplatzes findet man ein Unternehmen, das wohl zu den kreativsten im ganzen Kanton Zürich gehört, die Neon-Lichtdesign Rigotti AG. Allerdings entspricht der Name nicht mehr ganz den aktuellen Gegebenheiten. Die Neon-Lichtdesign Rigotti AG ist heute ein typischer Werbetechnikdienstleister, dessen Stärke dort beginnt, wo andere aufgeben müssen. Oder prägnanter ausgedrückt, Maurice Rigotti und sein Team mit sieben MitarbeiternInnen ermöglichen aussergewöhnliche Auftritte für ihre Kunden, damit sich diese wiederum von ihren Mitbewerbern abheben können.

Wandel

Nach wie vor ist das Erstellen von Leuchtschriften sowohl für den Innen- wie auch den Aussenbereich eines der Standbeine des Unternehmens, das 1987 von Maurice Rigotti gegründet wurde. Rigotti ist kein Werbetechniker, Siebdrucker oder sonst ein „Graphoider“, nein, er ist, man höre und staune, ein gelernter Neon- Glasbläser. Seine erste eigene Arbeitsstätte befand sich in einem alten Schopf in Niederglatt. Damals, in einer aus heutiger Sicht schon fast prähistorischen Welt, ohne Internet, Smartphones, Google und Co. lebte es sich ganz gut von wohlgeformten Leuchtschriften und Dekobeleuchtungen. Die Neon-Lichtdesign Rigotti AG war für ihre Spezialitäten so bekannt, dass 2001 ein Bericht in der altehrwürdigen NZZ erschien. So konnte man damals folgendes lesen: „Es sei gar nicht so schwierig, Buchstaben aus Neonröhren zu formen“, erklärt Maurice Rigotti und stellt auch schon ein Gerät an, aus dem sofort eine ein Meter lange und 1200 Grad heisse Flamme heraussticht. Dann hält er eine dünne Neonröhre an die sogenannte Flöte. Nach wenigen Sekunden wird das Glas weich wie Butter und lässt sich mit viel Fingerspitzengefühl biegen. „Um einen Buchstaben zu formen, brauche es zwei bis drei Arbeitsgänge“, erklärt der gelernte Neon-Glasbläser. Für kleinere Buchstaben oder Formen eigneten sich allerdings Hand- oder Tischbrenner besser. Mit diesen Geräten könne man auch die Elektroden anschliessen, die für die elektrische Beleuchtung nötig seien. Und schon nimmt er wieder das dünne Glasröhrchen zur Hand, erhitzt es diesmal mit dem Handbrenner. Dann bläst er hinein, bis sich eine Blase bildet, die anschliessend zerplatzt. An die Öffnung schweisst Rigotti eine Elektrode. So einfach sei das, meint er und fügt schmunzelnd an, dass sich kleinere Wunden bei der heissen Tätigkeit allerdings nicht immer vermeiden liessen.“

Andere Zeiten

Rigotti war als Glasbläser so talentiert, dass seine Fertigkeiten für das Erstellen von Kunstprojekten wie «Das philosophische Ei» von Mario Merz, zu finden im Zürcher Hauptbahnhof, gebraucht wurden. In zahlreichen Arbeitsgängen blies und formte Rigotti nach den Plänen Künstlers die Neonelemente. Wenn Maurice Rigotti über diese Zeiten spricht, dann leuchten auch heute noch seine Augen und er gerät geradezu ins schwärmen. Darauf angesprochen, was die Glasbläserei für seine Firma in der Gegenwart bedeutet, lacht er kurz auf: „ Heute kann und will sich kaum ein Unternehmen noch so etwas leisten. Wer investiert in eine geblasene Installation, wenn vielleicht das Firmenlogo nach fünf Jahren wieder wechselt?“ Natürlich erbaut die Neon-Lichtdesign Rigotti AG immer noch Leuchtschriften in Form von kastenförmig aufgebauten Logos oder Buchstaben. Zur Beleuchtung werden dann keine Neonröhren mehr eingebaut, sondern LED-Elemente. Die Zeit des Glasblasens in der digitalen und sich schnell wandelnden Werbewelt von 2016 ist definitiv Geschichte.“

Seine Fähigkeiten als Glasbläser und sprichwörtlicher Fassadenkletterer (die Leuchtschriften müssen ja vielfach auf einem Gebäude installiert werden) sind für ihn eine wichtige Grundlage. Im Gegensatz zu Siebdruckern oder Grafikern war es sich Maurice Rigotti immer gewohnt, in drei Dimensionen zu denken, planen und zu entwerfen. Und er hat die Fähigkeit, diese Projekte dann mit den richtigen Materialien umzusetzen. Maurice Rigotti ist, je wie man es sieht, ein Handwerker mit künstlerischen Flair/Künstler mit handwerklichen Fähigkeiten. Deshalb gibt es für ihn eigentlich keine Grenzen. Wenn der Kunde etwas will, was es so nicht standardmässig gibt, dann bastelt man eben was. Dazu ist er ein Pragmatiker, der sich in der digitalen Welt sehr gut zurecht findet. Maurice Rigotti ist unter anderem Künstler, Handwerker, Elektroinstallateur, Zimmermann, Materialtester, IT-Mensch, der weiss, wie man traditionsreiche Herstellprozesse mit modernster, digitaler Technologie verbindet.

Die Neon-Lichtdesign Rigotti AG hat wahrscheinlich einen der längsten Arbeitstische der Schweiz im Einsatz.

Schon seit längerem sind eine :Anapurna M2050 und eine :Anapurna Mv im Einsatz.

Basteln und Digitaldruck

Maurice Rigotti gibt unumwunden zu: „Eigentlich müsste ich den Namen meiner Firma, „Neon-Lichtdesign Rigotti AG“ schon längstens ändern.“ Mit Blick auf das Portfolio und die wichtigsten heutigen Standbeine wird klar warum. So erarbeitet das Unternehmen Beschriftungskonzepte und deren Umsetzungen für Fahrzeuge. Man fertigt Baureklamen, produziert Displays und gestaltet ganze Shoppingeinrichtungen sowie Messestände. Dabei kommen unterschiedlichste Materialien zur Anwendung: Holz, Aluminium, Kunststoffe, Blachen, Plexiglas und vieles mehr. Maurice Rigotti und seine MitarbeiterInnen müssen dementsprechend vielseitig sein. Sie erarbeiten oder bedrucken nicht nur die verschiedenen Komponenten und Objekte, sondern installieren diese auch gleich bei den Kunden. Zudem produzieren sie Akustik-Trennwände, Textildrucke – eingespannt in Aluminiumprofilen in allen Grössen – diverse Werbeutensilien wie Tassen oder T-Shirts und bedrucken direkt Glas, welches nach einer speziellen Vorbehandlung sogar wasserfest ist.

Für den Kunden ist alles möglich.

Firmenstrategisch positioniert man sich als Vollservice-Dienstleister, der seinen Kunden die grösstmögliche, auch zeitliche Flexibilität bietet. Das ist Vorteil und Bürde zugleich. Vorteil, weil man im Vergleich zu den unzähligen Klein- und Kleinstanbietern in der Werbetechnik praktisch alle Fertigungstechniken selber anbieten kann, gleichzeitig hat man alle dazu benötigten Verbrauchsmaterialen immer in genügender Zahl im Hause. Das ist gleichzeitig eine Bürde, muss man als Unternehmen immer wieder in verschiedene neue Technologien investieren und das umfangreiche Materiallager bindet Kapital. So findet man in Dübendorf mehrere leistungsfähige CNC-Maschinen, Elektroinstallationsmaterialien und einen riesigen Arbeitstisch, der gemäss Maurice Rigotti einer der längsten Arbeitstische der Schweiz ist. Und man findet die verschiedensten Drucksysteme und Drucktechnologien. Von UV-Inkjet über Sublimationsdruck setzt Neon-Lichtdesign Rigotti AG praktisch alle aktuell in der Werbetechnik benötigten Drucktechnologien ein.

Obwohl ursprünglich ein „Bastler“ erkannte Maurice Rigotti schon sehr früh die Wichtigkeit des digitalen Wideformat-Drucks. Im Inkjet-UV-Bereich baut man auf Systeme von Agfa. Schon seit längerem sind eine :Anapurna M2050 und eine :Aanpurna Mv im Einsatz. Auf diesen Hybridsystemen produziert Neon-Lichtdesign Rigotti AG einen Grossteil seiner Metallmaterialaufträge (Parkschilder, Firmenbeschriftungen, grossformatige Bilder usw.), ein wichtiger Geschäftszweig. Auf der Suche nach einem leistungsfähigen Rollen-Drucksystem entschied man sich für eine :Anapurna M3200i RTR. Die Maschine wurde vor über einem Jahr in Betrieb genommen, dies als erster Anwender in der Schweiz.

:Anapurna M3200i RTR

Im Produktekatalog wird die: Anapurna M3200i RTR wie folgt beschrieben: „Das System ist die ideale Lösung für Schilder- und Displayhersteller, Printshops oder Akzidenzdruckereien, die hochwertige Beschilderungen in vier oder sechs Farben mit einer maximalen Auflösung von 1440 dpi produzieren möchten. Sie trägt mit dem Druck auf einer Vielzahl an flexiblen und kostengünstigen Substraten mit weniger Tinten- und Energieverbrauch bei niedrigen Gesamtbetriebskosten dazu bei, Ihren Gewinn zu steigern. Die Anapurna M3200i RTR wurde speziell für starke Arbeitslasten rund um die Uhr entwickelt.“

Die Maschine ist mit sechs Konica Minolta KM1024i-Hochfrequenzdruckköpfen ausgestattet, jeder Kopf hat 1024 Düsen mit einer Tropfengrösse von 12 pl. Die Produktionsgeschwindigkeit beträgt je Modus 9m2/h (Backlith), 33 m2/h (Standard), 75 m2/h (Express), Entwurf 123m2/h. Typische Anwendungen sind Banner, Poster, Ausstellungsgrafiken, Mock-up, Backlit, Frontlit, selbstklebende Materialien. Die maximale Medienbreite ist 320cm, die minimale ist 60 cm. Es können Medien mit bis zu einer Dicke von minimal 0,2 mm und maximal 3 mm verarbeitet werden.

Die Agfa Anapurna M3200iRTR ist ein Modell eine umfangreichen Wide Format-UV-Inkjetfamilie, welche das gesamte Spektrum im Werbetechnikbereich abdeckt. Mit :Asanti Suite bietet man einen spezifizierten Workflow für all diese Anwendungen. Die Tinten werden von Agfa entwickelt und produziert.

Für Maurice Rigotti ist die Agfa Graphics ein wichtiger Partner, der seinem Unternehmen die den Marktbedürfnissen entsprechenden Wide Format-Systeme liefert. Umgekehrt ist die Neon-Lichtdesign Rigotti AG ein repräsentatives Schaufenster für die Agfa-Technologien. Vom Glasblasen zur Agfa :Anapurna M3200i RTR ist eine faszinierende Geschichte, die zeigt , wie sich die Werbetechnik in den letzten dreissig Jahren verändert hat.

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Revision eines Leuchtkastens. Dabei werden die alten Neonröhren mit LED ersetzt.

Rigottis Welt

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