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Anwenderbericht  | Düsseldorf,  | 26 Oktober 2017

Mit der P970 stabil in Vorstufe und Drucksaal

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Jürgen Schäfer (Leitung Vorstufe) und Jürgen Strahl (Agfa Graphics) am Rotationsleitstand

Hornburg in Niedersachsen. Nicht besonders, meint man. Ist auch so. Doch in dem 1000-jährigen Städtchen, mitten in der  „Toskana des Nordens“ ist neben der denkmalgeschützten Altstadt mit mehr als 400 Fachwerkhäusern auch ein erfolgreicher grafischer Betrieb zu finden – die Sattler Unternehmensgruppe.

Das 1975 von Udo Sattler gegründete Unternehmen produziert heute mit ca. 300 Mitarbeitern in Hornburg und Barleben Zeitungsbeilagen, Magazine, Kataloge (Sattler Media Press GmbH) und zusätzlich in Hildesheim Digitaldruck, Mailings und Web-to-Print-Lösungen (Sattler Direct Mail).

Die zwei Standorte der Sattler Media Press GmbH verarbeiten täglich bis zu 500 Tonnen Papier auf insgesamt 6 Akzidenzrotationen. Mit diesem Maschinenpark kann eine Druckkapazität von 270 Millionen A4-Seiten pro Tag zur Verfügung gestellt werden. Oder anders ausgedrückt: 20 Sattelschlepper täglich braucht es, diese Gesamttonnage zu liefern.

Verantwortlich für die reibungslose Bereitstellung der dafür notwendigen Druckplatten ist Jürgen Schäfer, Leiter der Druckvorstufe für beide Standorte. Seit 1992 ist er bei Sattler unter Vertrag, eingestiegen als Quereinsteiger nach langer fliegerischer Tätigkeit.

Seit 1996 besteht der Kontakt zu Agfa. Damals wurde auf einer Avantra 44 erfolgreich produziert und ab dem Jahr 2000 wurde CtP mehr und mehr zu Thema. Als Projektleiter verantwortete Jürgen Schäfer den Wandel von analog zu digital. Erst für Hornburg, dann im kompletten Neubau in Barleben. Kodak und Agfa waren hier im Rennen bei der Realisierung der VLF-Belichter. „Den Ausschlag für Agfa gab die individuelle Skalierbarkeit der Wartungsverträge und die offene Architektur des Belichters. Dadurch konnten wir den Service teilweise selbst übernehmen“, weiß Jürgen Schäfer zu berichten. „Das war damals völlig unüblich, für mich jedoch ein Muss.“ Und so wurde der erste Agfa Xcalibur VLF in Deutschland dann in Hornburg installiert. Gleichzeitig war dies erst die dritte Großformat-Maschine, die weltweit aufgestellt wurde. Diese gute Zusammenarbeit setzte sich fort als Beta-Testbetrieb für den Apogee Workflow und hat sich bis heute bewährt.  Gute Servisierbarkeit und ein ausgezeichneter Kontakt zu den Kundenbetreuern, Technikern und Anwendungsspezialisten von Agfa mündete in weitere Installationen.

Die Plattenstraße vom Ende her gesehen.

Die Plattenstraße vom Ende her gesehen.

Heute produziert in Hornburg eine komplette Plattenstrasse ca. 23.000 Druckplatten pro Jahr. Das Herzstück dabei ist ein Avalon N 36-70 SD, ausgerüstet mit einem Multi-Kassetten Autoloader, der zwei 3B Platten gleichzeitig belichten kann. Online angebunden an Entwicklungsmaschine, einem Doppeleinbrennofen und einen Plattenabstapler für multiple Formate, werden hier bis zu 41 Platten pro Stunde produziert.

Die gesamte Arbeitsvorbereitung für Barleben und Hornburg wird hier am Standort Hornburg mittels einer virtualisierten Agfa Apogee Integrate Lösung abgewickelt. „Wir setzen auf vollständige Automation“, sagt Jürgen Schäfer. „Die volle Zuverlässigkeit der genutzten Systeme ist dafür die Voraussetzung.“

Diese Sicherheit der Agfa-Lösungen plus der enormen Geschwindigkeit des Avalon N36-70 SD waren auch der ausschlaggebende Faktor, sich wiederum für Agfa zu entscheiden. „Und mit der verwendeten P970-Druckplatte erweitere ich diese Zuverlässigkeit auf die drei im Hause installierten Akzidenzrotationen.“

Zuverlässigkeit und Stabilität sind auch die nötigen Voraussetzungen für Standardisierungen. Folgerichtig setzt die Sattler Media Press GmbH seit August 2017 sehr erfolgreich das Premium-PSO Paket an beiden Standorten inklusive der Premium-PSO Zertifizierung auf SC-Papier im Rollenoffsetverfahren um.

Und die Zukunft? Welche Projekte könnten noch gemeinsam mit Agfa realisiert werden? Die Überlegungen gehen auch dahin, in neue Rotationen zu investieren. Dies dann sicherlich am reinen Produktionsstandort Barleben. Ob es dann eine 96-Seiten Maschine oder eine andere Formatklasse wird, ist noch offen. Und bei so einer Installation benötigt es auch neue Konzepte für die Vorstufe. „Und mit dem partnerschaftlichen Verhältnis zu Agfa und den gemachten sehr guten Erfahrungen bei den bisherigen Installationen, setzen wir auch hier auf die Expertise von Agfa in der Angebots- und Planungsphase.“

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